6./7.Tag - Dresden („St. Petrus Claver" + Kathedrale „Ss. Trinitatis") - Berlin (St. Hedwigs-Kathedrale + St. Johannes Basilika)

Leider kamen wir erst mit einer ca. einstündigen Verspätung bei den Missionsschwestern des Hl. Petrus Clavius in Dresden an. Eine kleine Gebetsgemeinschaft hat uns zu später Stunde noch empfangen. In der Hauskapelle konnten wir der Madonna einen würdigen Platz zuweisen, wo sie die Nacht über verblieb. Pfarrer i.R. Jensch durfte noch für eine Weile das Allerheiligste aussetzen, sodass noch bis kurz vor Mitternacht Verehrung der Muttergottes und Anbetung des Herrn möglich war.

Am Morgen des 30. Oktober brachten wir das Gnadenbild in die Kathedrale Ss. Trinitatis zur Heiligen Messe. Es war für einen Werktags-Gottesdienst doch eine beträchtliche Anzahl von Gottesdienstbesuchern zusammengekommen. Die Aufnahme in der Kathedrale war herzlich und die Gemeinde durch den Besuch der Ikone berührt und dankbar für den Besuch. Neben Dekan Ullmann konzelebrierten noch Pfr. Jensch sowie der für die Polnische Gemeinde in Dresden zuständige Pfarrer Andrzej Kobiesa.

Nach der Heiligen Messe konnte das Gnadenbild noch eine Weile im Dom verbleiben bis wir mit der Ikone in die Werkstatt mussten, da der Rahmen gebrochen war und für die Weiterfahrt stabilisiert werden musste.  Großes Interesse fand dabei die Madonna bei der Firmenleitung – es handelte sich dabei um protestantische Christen -, welche die Reparatur spontan und kostenfrei ausführte. Hierfür ein herzliches Vergelt’s Gott. Für Dresden war dieser Besuch Unserer Lieben Frau ein sehr wichtiges Ereignis.

Nach dieser, durch die Reparatur der Ikone bedingten Pause, machten wir uns auf den Weg in die Hauptstadt Deutschlands.

In Berlin erreichten wir ohne Stress die St. Hedwigs-Kathedrale. Dort war der Besuch Unserer Lieben Frau während der Abendmesse sowie dem anschließenden Rosenkranzgebet eingeplant. Unsere Aufnahme war sehr entgegenkommend und die Ikone wurde in würdiger Weise in der Kathedrale aufgenommen. Die Heilige Messe mit anschließendem Rosenkranzgebet wurde von Msgr. Horfs in der Oberkirche gefeiert. Wie wir es überall erleben durften, verbirgt sich in diesem Gnadenbild der Muttergottes doch eine große Anziehungskraft und erweckt bei den Gläubigen großes Vertrauen. Es sind aber nicht nur die polnischen Gläubigen. Natürlich wurde auch hier in Berlin der „Rollende Altar“ vermisst. 

Nach dem Auszug und der Verabschiedung fuhren wir zur zweiten Station in Berlin,

Nach dem Besuch der St. Hedwigs-Kathedrale zog das Gnadenbild um in die St. Johannes-Basilika in Neukölln, wo anlässlich des Besuchs Unserer Lieben Frau während der ganzen Nacht Gelegenheit zur Eucharistischen Anbetung bestand, die von vielen Menschen genutzt wurde. In dieser Basilika, die unmittelbar neben der Nuntiatur liegt, ist auch die Polnische Gemeinde in Berlin beheimatet. Wir wurden dort von P. Grzegorz Jetzewski herzlich begrüßt und aufgenommen. Nach einem anstrengenden Tag waren wir doch recht müde und mussten am nächsten Tag schon bald losfahren wieder losfahren, da wir mittags in Hannover erwartet wurden. Zur Verabschiedung der Madonna nach Westen war doch eine ganze Menge Menschen versammelt. Eine lange Tagesetappe stand vor uns.


Georg Fleischmann